John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter




 
Genre: Jugendbuch
Preis: 16,90€
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 29 (30. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446240098
ISBN-13: 978-3446240094
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: The fault in our stars

 http://www.amazon.de/Silber-zweite-Buch-Tr%C3%A4ume-Roman/dp/3841421679/ref=pd_bxgy_b_img_y
 
Reihe
♦ Einzelband

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♦ „Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.  (Quelle: amazon.de)
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Story + Schreibstil: John Greens gefühlvolles, tiefgründiges Jugendbuch "Das Schicksal ist mieser Verräter" konnte mich trotz arger Bedenken voll und ganz von sich überzeugen.  Eigentlich hatte ich mir geschworen, dass ich dieses Buch von John Green nie, nie, niemals aus der Nähe betrachten werde. Warum? Weil ich definitiv kein Fan von traurigen Büchern bin, ohne Happy End geht bei mir normalerweise gar nicht. Natürlich habe ich den ganzen Hype um dieses Jugendbuch mitverfolgt und den Hype um den Autor John Green sowieso. Ehrlich gesagt, konnte ich so gar nicht nachvollziehen, wieso mein gesamtes Umfeld so sehr auf diese traurigen Bücher schwört. Irgendwie haben mich die ganzen positiven Meinungen, die letzendlich auch durch die Verfilmung dieser Geschichte, noch einmal hochgepuscht worden sind, dann doch zum Buchkauf überredet. Da sich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" in meinem Buchregal nicht mehr ignorieren lies und ganz laut gerufen hat "Nun lies mich doch endlich!", konnte ich mich einfach nicht länger beherrschen, sondern musste einfach erfahren, weshalb alle Welt so ins Schwärmen gerät. Während des Lesens haben meine Emotionen förmlich verrückt gespielt. Ich empfehle nun allen emotionalen Lesern unter euch, lest "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" bloß nicht in der Öffentlichtkeit, wenn ihr euch gewisse Peinlichkeiten ersparen wollt. Von einer auf die andere Sekunde hat sich ein Lachanfall mit einem Weinkrampf hinzu einem romantischen Aufseufzer abgewechselt und das über die gesamten 288 Seiten dieses emotionalen Kunstwerkes. John Greens Beschreibungsgabe muss man erlebt haben, der helle Wahnsinn. Als die Charaktere in Amsterdam waren konnte ich mir die Grachten bildlich, beinahe greifbar vorstellen. Zu den übergreifenden Gefühlen, die aus jeder einzelnen Zeile des Buches sprühen, muss ich nun wirklich nichts weiter schreiben oder? Ich habe für mich den Schluss gezogen, dass ich auch ruhig mal zu einem emotional, traurigerem Buch greifen kann, denn gerade hier werden jegliche Gefühle des Lesers geweckt. Nun freue ich mich darauf weitere Bücher von John Green zu verschlingen.

Charaktere: Die 16-jährige Protagonistin Hazel konnte mein Leserherz von der ersten Zeile an berühren. Sie hat einfach etwas magisches an sich, dass einen direkt in ihren Bann zieht und nicht mehr los lässt. Auch zwei Wochen, die zwischen dem Lesen des Buches und meiner Rezensionen nun vergangen sind, frage ich mich immer noch, was wohl aus Hazel geworden ist. Und eben diese Frage bricht mir immer und immer wieder das Herz. Sie ist ein solch wundervolles, aufgewecktes, lebensfrohes, positiv kritisches Mädchen, dass es einfach verdient hat ein unbeschwertes Teenagerleben mit Freundinnen, Shopping, der ersten großen Liebe zu führen. Nur eben nicht mit dieser furchtbaren Krankheit. Hazel hat Krebs. Hazel weiß wie andere Menschen sie anschauen, aber sie will auf keinen Fall bemitleidet werden, sie kämpft. Täglich kämpft sie um ein bisschen Normalität, Freude, Hoffnung und natürlich Liebe. Als sie in ihrer Selbsthilfegruppe Gus kennen lernt, verliebt sie sich Hals über Kopf in diesen frechen, um kein Wort verlegenen Jungen, der perfekt zu ihr zu passen scheint. Die Perfektheit, die Selbstverständlichkeit ihrer Zusammengehörigkeit, hat mir während des Lesens immer und immer wieder das Herz gebrochen. John Green hat hier zwei Charaktere geschaffen, die einfach so greifbar, so real, so unglaublich wundervoll sind, dass mir gerade schon wieder die Tränen kommen, beim Gedanke ihrer Schicksals. Wieso muss dieses Buch auch diesen dämlich Titel tragen - "Das Schicksal ist ein mieser Verräter - pah! Ich wünschte, ich als Leser hätte die Chance über das Schicksal dieses liebenswerten Paares zu entscheiden. Bevor mir nun wieder die Tränen kommen, gebe ich euch noch schnell einen weiteren Rat, lest es unbedingt, auch wenn ihr die gleichen Bedenken haben solltet wie ich. Nur haltet auf jeden Fall eine Jumbopackung Taschentücher griffbereit!

 
Emotionalität von der ersten bis zur letzten Zeile - haltet die Jumbopackung Taschentücher bereit!
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   Cover            2,5|5 Pandas    
Story            5|5 Pandas 
Schreibstil     5|5 Pandas  
Emotionen     5|5 Pandas 
Charaktere     5|5 Pandas

Kommentare:

  1. *sfz*
    Ich fühle mich an meine Gefühle erinnert, während des Lesens und danach *sfz* ♥
    Ich liebe diese Charaktere, diese Geschichte und vor allen die Erzählweise und den Humor des Autors!!! *___*
    Jetzt musst du unbedingt noch: Will und Will lesen ♥

    *knuddel*

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  2. Hallo Liebes! :)

    Schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat! Ich will ja seit der Verfilmung unbedingt auch das Buch lesen, doch bisher bin ich noch nicht dazu gekommen. Wo nimmt man nur die zeit her alle Bücher zu lesen, die man lesen möchte? ;) Naja vielleicht schaff ich es dieses Jahr ja noch. :)

    Liebste Grüße und eine schöne Wochenmitte!
    Nina ♥♥♥

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  3. Haha.... eine 2,5 im Cover! :D Ich mags auch nicht... so überhaupt gar nicht. :D Hey, das wäre ein Buch mit einem unschönen Cover für die Challenge der Gegenteile... aber dann müsste ich es ja lesen und ehrlich gesagt will ich das gar nicht. -.-
    Ich hab den Film gesehen und ich bin ein sehr emotionaler Mensch was solche Themen angeht, aber bei dem Film hab ich nicht eine Träne vergossen.
    Du siehst ich teile deine argen Bedenken. Eine wirklich tolle Rezension! Aber ich hab das Gefühl, dass mich das Buch genauso wenig packen wird wie der Film... das könnte natürlich jetzt auch eine Einstellungssache sein. :-/
    Aber ich freu mich, dass dir das Buch so gefallen hat. :)

    Drück dich! ♥

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  4. Hey!
    Ich finde nicht, dass der Titel dämlich ist.

    Der original Titel „the fault in our stars“ bezieht sich, wie im Buch beschrieben, auf Shakespeare’s Julius Caesar (Act1, scene2) und widerspricht Cassius Aussage: „Men at some time are masters of their fates: The fault, dear Brutus, is not in our stars, But in ourselves, that we are underlings“ .
    Anders, als der liebe Cassius das hier angibt, gibt es aber Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Das Leben kann einen bestrafen und das daraus resultierende Leid wird oft als ungerecht empfunden. Demnach ist das Schicksal (manchmal) tatsächlich ein mieser Verräter!

    Und gerade das Schicksal, macht die Charaktere zu dem, was sie sind.
    Ich find den Titel ganz angemessen (und ein Versuch, diesen zu übersetzen würde Scheitern: „Der Schuld unsere Sterne“ hat eher was von Star Wars“)

    P.S.
    Die Szene, wo Hazel ihr Kuscheltier (unter Protest) mit ins Bett nimmt und dann mit wahnsinnigen Kopfschmerzen aufwacht und ins Krankenhaus muss, hat mich völlig fertig gemacht! Oder ihre Beschreibung des „Drachen“, welcher im gleichen Rhythmus mir ihr atmet und mit ihr einschläft.

    Die Episode im Anne Frank Haus dagegen wirkt zu gewollt und künstlich

    LG Björn

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  5. Hey :)
    Schön,dass dir das Buch so zugesagt hat.
    Mir hat es auch wirklich gut gefallen. Ich versuche jetzt alle Bücher von John Green zu lesen, weil er einfach ein großartiger Autor ist.

    LG Melie :)

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