{Rezension} Sabaa Tahir - Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken




 
Genre: Dystopie, Fantasy, Jugendbuch
Preis: 16,99€
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe); Auflage: 1. Aufl. 2015 (15. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3846600091
ISBN-13: 978-3846600092
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: An Ember in the Ashes
 
Reihe
♦ Elias & Laia
1. Die Herrschaft der Masken
2. ??? 
 
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Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft. Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ... Eine mitreißende Geschichte, in der es buchstäblich um Leben und Tod geht (Quelle: amazon.de)
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Story + Schreibstil: Sabaa Tahirs "Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken" ist ein dystopischer Reihenauftakt mit einigen Fantasyelementen. Der Einstieg in die Handlung ist mir ziemlich leicht gefallen, das liegt wohl an der düsteren und blutigen Brutalität, mit der uns die Autorin gleich vor vollendete Tatsachen stellt. Allerdings fällt ziemlich schnell auf, dass Sabaa Tahir mit ihren Beschreibungskunst trickst, denn die extreme Brutalität, beruht größtenteils auf den Auswüchsen unserer eigenen Phantasie. Bei genauerem Betrachten von Sabaa Tahirs Schreibstil wird deutlich, dass sie die blutigen und brutalen Szenen nur andeutet und gar nicht ins Detail geht. Ich besitze scheinbar eine ziemlich blutige detailreiche Phantasie. Nun gut, zu meiner Verteidigung Sabaa Tahir hatte den Überraschungseffekt auf ihrer Seite, ich hätte nicht gleich im ersten Kapitel mit einer solchen Düsternis gerechnet. Leider fällt es mir schwer das Gesamtwerk in absoluten Begeisterungswellen zu beschreiben, denn irgendwie ist bis zur letzten Seite der Funke, der mich Feuer und Flamme für das Buch werden lässt, nicht komplett übergesprungen. Ich fühle mich ziemlich hin und her gerissen, da mir einige Storyelemente von "Elias & Laia" sehr gut gefallen haben. Auf der einen Seite finde ich die Idee der Einführung von Fantasywesen, die in Dystopien ja eher selten vorkommen, sehr gelungen. Vorallem weil es auch noch so abgefahrenen Fantasywesen wie Dschinns oder Geister sind. Aber auf der anderen Seite finde ich, dass sich Sabaa Tahir aufgrund ihrer Handlung und ihrer Charaktere und der Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren, sowieso schon viel zu sehr verstrickt. Langsam wird es ziemlich anstrengend zu lesen und die vielen Neuheiten stören den Lesefluss. Für mein Empfinden hätte sich die Autorin eher auf die Beziehung zwischen Elias und Laia oder die dystopische Geschichte mit den Masken konzentrieren sollen.
 
Charaktere: Die Vorstellung der beiden Protagonisten Elias und Laia hat mir auf den ersten 100 Seiten sehr gut gefallen. Schon nach wenigen Kapiteln kann man sich ein ganz gutes Bild und Urteil über die beiden machen. Besonders die Gegensätze der beiden Welten in denen Elias und Laia aufgewachsen sind, finde ich sehr interessant. Elias, Sohn der Kommandantin der Militärakademie von Schwarzkliff, ist in dieser Akademie mit viel Leiden, Brutalität und Überlebensangst aufgewachsen. Mittlerweile steht er kurz vor seinem Abschluss als voll ausgebildete Maske, den wohl brutalsten Kämpfern, ohne jegliches Gefühl für seine Mitmenschen. Allerdings wird schnell deutlich, dass Elias anders ist, er besitzt nämlich viele Emotionen und Schuldgefühle gegenüber den Menschen, die den Masken zum Opfer fallen. Laia hingegen ist sehr behütet, falls man in dieser düsteren Welt, mit den vielen brutalen Verlustet von Behütetheit sprechen darf, im Kreise ihre Familie aufgewachsen. Natürlich hat sie gelernt, was Verlust und Trauer und vorallem Gefahr bedeuten, dennoch hat ihre Familie sie mit ihrer Wärme und ihrem Zusammenhalt immer wieder aufgefangen. Nach den ersten 100 Seiten erwartet man als Leser sehnsüchtig, dass sich die Beziehung zwischen Elias und Laia verstärkt und es mehr gemeinsame Szenen gibt. Aber irgendwie lassen diese ziemlich lang auf sich warten und fallen eher kurz und langweilig aus. Weder Laia und Elias konnten mich bis zum Ende des Buches als Charaktere wirklich packen, das ist wahnsinnig schade, denn ich hätte so gerne mit ihrem Schicksal mitgelitten und hätte in spannenden Situationen mitgefiebert. Leider sprangen die Emotionen nicht über. Alles in allem war diese Dystopie eher durchschnittlich. Sabaa Tahir hatte einige gute Storyideen, aber im Gegensatz dazu stehen die Charaktere, die mich leider bis zur letzten Seite nicht wirklich packen konnten. Leider hatte ich mir von Sabaa Tahirs "Elias & Laia" mehr erhofft.
 
Eine Dystopie mit toller Storyidee, aber eher durchschnittlichen Charakteren
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   Cover            5|5 Pandas    
Story            4|5 Pandas 
Schreibstil     3|5 Pandas  
Emotionen     3|5 Pandas 
Charaktere     2,5|5 Pandas
 
http://lielan-reads.blogspot.de/search/label/3%20von%205%20Pandas

Kommentare:

  1. Schade das es nicht so deins war :=( bei war es am Anfang auch so, das Buch konnte sich für mich aber steigern ^^

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  2. Hello my Dear,

    das Buch grinst einem ja gerade von allen Seiten entgegen.
    Deine Meinung ist ja eher gemischt – bin mir noch nicht sicher ob ich es mir gönnen soll oder nicht.
    Es gibt so viele Bücher, möchte meine Lesezeit ja nicht an ein Solala-Buch verschwenden.
    Werde das Buch wohl erst mal nur im Auge behalten und dann mal weiter schauen :D

    Nadine ♥
    (Würde mich natürlich freuen wenn du mich mal besuchst)

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  3. Hallo meine Liebe! :)

    Ohjeh, wie schade, dass dir das Büchlein am Ende doch nicht so gut gefallen hat. Da es nur wenige gemeinsame Momente gibt, denke ich, dass es ganz nach meinem Geschmack sein wird. Ich mag es. wenn die Liebesgeschichte in den Hintergrund rückt. Schade finde ich allerdings, dass es deiner Meinung nach ein wenig durcheinander ist. Da kann ich mir vorstellen, dass ich dir in diesem Punkt nur zustimmen werden kann.

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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  4. Liebes was für eine wie von dir gewohnt wundertolle Rezi ♥
    Überall geistert das Buch umher und oder ich leide an Verfolgungswahn so oder so, hab mich mal aus neugierde bei Blogg dein Buch dafür beworben und bin mal gespannt ob ich demnächst in diese Buchwelt abtauchen darf :-) Du bist die erste, die nicht volle Punktzahl gegeben hat und da der hype doch recht groß war/ist und das Buch in gefühlt "jedes Buchregal" einzehen darf, habe auch ich bedenken ob mich die Begeisterung gänzlich packen wird...HmHmHmmmmmmm....

    Drück Binky lieb und fühl dich selbst natürlich auch Teddybärhaft geknuddelt <3
    Deine Leslue

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  5. Huhu,
    ich habe das Buch geliebt - auch weil ich etwas völlig anderes erwartet habe. Und ich freue mich total auf die Fortsetzung.

    Was mich nun aber noch beschäftigt, ist die Einordnung ins Genre - ich habe es bei einigen der Dystopie-Teilnehmern in der Liste entdeckt - und wurde darauf hingewiesen, dass du es auch als Dystopie bezeichnest. Dann zählt es für die Challenge?
    Für mich ist es nämlich High-Fantasy, durch und durch. Ich sehe keine dystopischen Elemente, da es ja auch keinerlei Hinweise darauf gibt, dass sich die Gesellschaft aus unserer entwickelt hat - wie es ja sonst bei Dystopien üblich ist.
    Viel eher erinnert es mich daran, dass man bei High Fantasy von mittelalterlichen Settings spricht...

    Viele Grüße
    Anja

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