Benjamin Constable: Die drei Leben der Tomomi Ishikawa




Meine Wertung: ♥♥♥
Preis: 18,95€
Gebundene Ausgabe: 383 Seiten
Verlag: Script5 (16. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001579
ISBN-13: 978-3839001578
Originaltitel: Three Lives of Tomomi Ishikawa

 
R E I H E
Einzelband

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Tomomi Ishikawa ist tot. Sie hat sich umgebracht, so steht es in dem Abschiedsbrief an ihren Freund Ben Constable.
Doch Tomomi weigert sich hartnäckig, in Frieden zu ruhen. Stattdessen hinterlässt sie Ben eine Menge rätselhafte Botschaften, die ihn, ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd, durch Paris, New York und Tomomis Vergangenheit führen.
Ben würde gerne glauben, dass es sich bloß um ein Spiel handelt, dass die Geschichten, die Tomomi ihm hinterlassen hat, nur Ausgeburt ihrer Fantasie sind, doch dann offenbaren sie ihm ein grausames Geheimnis.
War Tomomi Ishikawa in Wahrheit eine Serienmörderin? Und ist sie tatsächlich tot?
Bald weiß Ben nicht mehr, was Fiktion und was Realität ist.(Quelle: amazon.de)
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Benjamin Constables "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" hat mich schon aufgrund des sehr interessanten Covers, auf dem es Einiges zu entdecken gibt, angesprochen. Aufgrund der sehr spannenden und vielversprechenden Kurzbeschreibung musste dieses Buch einfach in mein Regal einziehen! Leider konnte mich Benjamin Constable nicht hundertprozentig von seinem Buch überzeugen. Was ich wirklich sehr traurig finde, denn die Storyidee ist absolut genial!

Beim Lesen des ersten Kapitels sind mir mehrere Dinge aufgefallen, die "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" zu einem ganz besonderen, einzigartigen Buch machen. Benjamin Constable ist nicht nur der Autor dieses Werkes, sondern auch der Protagonist. Also das habe ich bisher noch in keinem Buch gelesen. Außerdem sitzt er im ersten Kapitel mit seiner Freundin Tomomi Ishikawa zusammen und berät sich mit ihr, wie wohl ein Buch aussehen würde, in dem sie beide als Protagonisten vorkommen. Und dann geschieht es tatsächlich: Benjamin Constable hat über sein Leben und die doch recht komplizierte Freundschaft mit Tomomi Ishikawa ein Buch geschrieben. Eigentlich dachte ich zu diesem Zeitpunkt des Lesens, dass nichts mir schief gehen kann und sich dieses Buch mit Sicherheit einen Lieblingsplatz in meinem Buchherzen erkämpfen wird, allerdings haben mich die verschachtelten, langen, sehr langen, unerträglich langen Sätze zum Ende des Buches nur noch genervt.

Benjamin Constable schreibt sehr anspruchsvoll. Da "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" als Jugendbuch ausgeschildert ist, finde ich seinen Schreibstil teilweise zu anspruchsvoll. Sehr lange Schachtelsätze, die sich schonmal über eine halbe Seite ziehen, verwirren den Leser eher. Außerdem muss ich leider bemängeln, dass der Autor es leider nicht geschafft hat, mir die Figuren näher zu bringen. Bis zum Ende waren sie sehr distanziert zum Leser, überhaupt nicht greifbar und deswegen konnte ich mein Herz weder für Tomomi, noch für Ben erwärmen.

Im Grunde hat "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" zwei Protagonisten. Das Buch wird zwar aus der Sichtweise von Ben Constable erzählt, dennoch spielt Tomomi eine ganz große Rolle, schließlich zieht sie die Fäden der Geschichte und das Buch ist nach ihrem Leben, um genau zu sein ihren drei Leben, benannt. Warum es genau drei Leben sind, werde ich euch nicht verraten, das müsst ihr schön selbst herausfinden ;). Ben ist ein recht komplizierter Charakter. Bis zum Schluss habe ich nicht so wirklich herausfinden können, was er wirklich denkt und fühlt. Mir ist auch aufgefallen, dass man über ihn im Grunde so gar nichts erfährt. Man weiß weder großartiges über seine Vergangenheit, sein Aussehen, seinen Beruf. Sehr mysteriös alles. Ich bin mir nichtmal sicher, ob das so vom Autor gewollt war, oder ob der Schwerpunkt einfach auf Tomomis Geschichte lag.

Nach wenigen Seiten musste ich mich schon fragen, ob der Protagonist nicht eventuell Geisteskrank ist. Mal ernsthaft welcher normal denkende, halbwegs vernünftige Mensch, der noch ansatzweise klar im Kopf und voll bei Bewusstsein ist, redet mit einer Fantasiekatze? Mal ganz abgesehen davon, dass diese Katze auch noch einen unglaubelich kreativen Namen hat, sie hört auf Cat. Cat!!? Ab diesem Zeitpunkt konnte ich den Protagonisten schon nicht mehr für voll nehmen und leider war dies relativ am Anfang des Buches.

Allerdings kann ich "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" jedem Leser mit viel Geduld, sinn für abgedrehten Humor, sehr verworrenen Rätseln und dem Sinn für das Mystische empfehlen. Und wenn ihr euch nicht sicher seit, gebt dem Buch eine Chance, denn es ist dennoch defintiv eine Erfahrung wert und etwas vollkommen Neues und Unerwartetes.

Grandiose Idee, die leider einige Schwächen aufweist.
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C O V E R    5|5 Pandas
S T O R Y    3|5 Pandas
  S C H R E I B S T I L     4|5 Pandas
E M O T I O N E N    2|5 Pandas
C H A R A K T E R E    3|5 Pandas
  

Kommentare:

  1. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, hätte ich nicht erwartet :)
    LG, Sandrina

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  2. Bisher hab ich nur Gutes vom Buch gelesen, interessant dass das nicht allen so geht. Jetzt muss ich nochmal drüber nachdenken, obs auf meine WL wandert ;)
    Liebe Grüße, Lauri :)
    taste-of-books.blogspot.de

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  3. Ich mag so lange Sätze auch nicht. Kannalso verstehen das es dich gestört hat.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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  4. Deine Pandas als Bewertung finde ich übrigens total niedlich :-)

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  5. Ich hab das Buch auch erst vor kurzem beendet und sehe das ähnlich wie du :D Irgendetwas hatte das Ganze schon an sich, das mich sehr fasziniert hat...aber anderseits gab es viele Szenen/Kapitel die mehr Tiefgang und Erklärung bedarft haben :/ Alles in allem aber trotzdem ganz gut :D

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