[Rezension] Ivy Paul: Ghost Lover


Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag (1. August 2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 14,90 €









Kurzbeschreibung:
"Wer will schon ein altersschwaches Cottage aus dem 17. Jahrhundert besitzen, in dem es obendrein noch spukt?" Mit diesen Worten versucht Steven Stapleton, Viscount Wyndham, der Autorin Ella den ehemaligen Witwensitz der Stapletons abzuluchsen. Ella verliebt sich auf den ersten Blick in das romantische Cottage in Kent, das sie überraschend geerbt hat. Die Spukgeschichten, die sich um das Haus ranken, und die penetrante Aufdringlichkeit Steven Stapletons schrecken sie nicht ab. Als sie tatsächlich dem Geist des Cottages begegnet, ist sie hingerissen, denn die Spukgestalt ist der Offizier Marcus Stapleton, ein Vorfahr Stevens, und noch dazu höllisch attraktiv! Was hält Marcus im Diesseits fest? Liegt die Lösung in seinen verlorenen Erinnerungen? Doch nicht nur ihr geisterhafter Liebhaber hält Ella auf Trab, sondern auch die Spukstimmen, die ihrer beider sinnlichen Nächte stören, und die Schlägerbande, die es auf Ella abgesehen hat. Als ob das noch nicht genug wäre, taucht auch noch ein Geisterjäger auf, der es sich in den Kopf gesetzt hat, Ellas Hausgeist zu erlösen. Aber wollen Ella und Marcus das Rätsel um Marcus' Vergangenheit überhaupt lüften und riskieren, für immer getrennt zu werden? (Quelle: amazon.de)

Über die Autorin:
Ivy Paul wurde geboren, wuchs auf und lebt immer noch.
Wenn sie auf ihrem Blog nicht gerade freche oder interessante Interviews anderer Autoren/innen online stellt, beschäftigt sie sich mit dem Versuch, sich ständig neu zu erfinden.
Eine ihrer Leidenschaften - von den britischen Inseln abgesehen - ist das Selbermachen.
Sie bäckt, rührt ihre Cremes, siedet Seife und fröhnt ihrer Liebe zu Make up und Parfüm.
Unbestätigten Aussagen zufolge verfügt Ivy über ebensoviel Kosmetika wie Bücher und sie besitzt viele Bücher! (Quelle: amazon.de)

Meine Meinung:
Ghost Lover ist ein erotischer Roman der von Ivy Paul verfasst wurde. Viele erotische Romane schaffen den Absprung von der Erotik nicht, und haben ansonsten keine Handlung, nicht so Ghost Lover. Hier hat mich vorwiegend die Geschichte um die Protagonistin Ella begeistert, die in ein verträumtes Cottage zieht und dort ihre große Liebe kennen lernt.

Auch bei Ghost Lover hat das Cover den Ausschlag gegeben auf das Buch aufmerksam zu werden. Doch die Kurzbeschreibung hat mich schließlich voll und ganz überzeugt.
Seit meine Mutter mich immer dazu gezwungen hat mit ihr Rosamunde Pilcher zu schauen, bin ich ein großer Südengland Fan, denn die Landschaft spricht einfach Bände. Umso mehr war ich von Ivy Pauls Landschaftsbeschreibungen begeistert und wurde förmlich süchtig nach ihrem Buch.

Die Protagonistin Ella ist Autorin und erbt von ihrer Tante ein Cottage in England. Als sie dieses begutachtet verliebt sie sich sofort in dieses Blumenparadies und zieht prompt ein.
Doch das wunderschöne Cottage hat nicht nur Vorteile, denn ihr Nachbar Steven Stapleton, Viscount Wyndham versucht Ella das Cottage abzukaufen und zusätzlich spukt es dort jede Nacht, sodass ihr das Schlafen immer schwerer fällt. Doch schließlich lernt sie ihren Hausgeist Marcus kennen und mit Marcus enden auch die einsamen Nächte. Marcus und Ella verlieben sich in einander und verbringen wundschöne gemeinsame Stunden, aber auch diese Liebe hat seine Kertseite, denn wie  ist Marcus wirklich ums Leben gekommen?

Dies ist mein erster Roman den ich von der in Augsburg lebenden Autorin Ivy Paul lese und ich muss sagen, dass sie mich mit Ghost Lover voll und ganz begeistert hat. Ivy Paul schreibt sehr flüssig und ihre Beschreibungen von den Handlungsorten ist einfach nur göttlich. Ich habe mich gefühlt als seie ich mitten im Geschehen, als würde ich selbst in dem wunderschönen Witwensitz wohnen und auf den malerischen, märchenhaften Garten schauen.
Die Blumen konnte ich förmlich schon riechen. Auch sehr gut gefallen hat mir die Idee mit den Bedeutungen von Blumen, die als Überschrift jedes Kapitel verzierten. Ich habe mich sehr in Ivy Pauls bildlichen Schreibstil verliebt, der sowohl malerisch-romantisch als auch hocherotisch ist.
Ivy Paul hat genau das richtige Maß an Erotik in ihrem Roman angewandt, fast schon ein klein wenig zu viel. Denn an einigen Stellen nervten die Innigkeiten zwischen Marcus und Ella schon ein bisschen, aber das hat Ivy Paul wieder durch andere Handlungen ausgeglichen.
Der Roman ist nicht noch mit Erotik bestückt, sondern auch die Romantik und der  Humor kamen keinesfalls zu kurz. Besonders durch Marcus altertümlichen Sprachgebrauch musste ich oft gegen Lachtränen an kämpfen. Eine meiner Lieblingsstellen zitiere ich hier nun einmal, denn hier war ich erst sehr entsetzt und dann musste ich einfach lachen, und ich denke es würde jedem von euch so gehen:

Energisch betrat sie das Haus, ging in die Küche und holte eine unterarmlange Salami aus dem Kühlschrank. "Musst du eben Abhilfe schaffen", drohte sie der Salami an.
Kurze Zeit später stand sie am Fenster und biss genüsslich in ein Salamibrot. (Zitat, S. 86)

Ivy Paul hat ihren Roman mit einem Hauch von Spannung bedacht, denn der mysteriöse Mord an Marcus beschäftigt Ella und ihre Freundin über das komplette Buch. So auch den Leser, denn ich wollte unbedingt erfahren, wer dem armen Marcus denn sowas angetan hat.
Zum Ende des Romans hat die Autorin schließlich auch noch meine Tränendrüsen betätigt, denn ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Dabei hat das Buch ein schönes Ende, ein ZU schönes Ende. Mir hat dies jedenfalls sehr gefallen. Im Gesamtbild konnte ich nicht sagen, dass mir irgendetwas an Gefühlen gefehlt hat, denn ich habe gelacht, geweint, geschmunzelt und mich in die Personen und Landschaft verliebt.

Zu den Personen kann ich einfach nur schreiben, dass man sie lieben muss. Die Protagonistin Ella ist als emanzipierte, ergeizige und selbstständige Frau zu beschreiben, die enttäuscht von der Männerwelt und der Liebe ist. Doch als sie Marcus kennen lernt ändert sich dies schlagartig. Sie lässt sich von ihm sogar auf Händen tragen und das meine ich wortwörtlich.
Durch Marcus verändert sie sich immer mehr. Sie wird eher ängstlich und klammerte sich förmlich an Marcus, sie hatte ständige Angst ihn zu verlieren, was für den Leser mehr als nachvollziehbar ist. Gehasst habe ich hingegen Steven Stapleton, Viscount Wyndham. Er ist total schmierig und bösartig, nur um seinen Profit zu bekommen würde er über Leichen gehen.

Alles in allem kann ich Ghost Lover nur empfehlen, auch an Leser, die normalerweise eher nicht zu erotischen Romanen greifen.

Fazit:
Ein toller Mix aus Romantik, Erotik, Humor und Spannung. Ivy Paul hat einen tollen Schreibstil, der einen vollkommen in Ellas Welt zieht und den Leser nicht mehr los lässt.


Gesamtbewertung:

Covergestaltung: 5/5 Punkten 
Story: 4/5 Punkten  
Schreibstil: 5/5 Punkten
Emotionen: 5/5 Punkten
Charaktere: 5/5 Punkten 




Danke liebes Plaisir d'Amour -Team für die Bereitstellung dieses wunderbaren Rezensionsexemplares.


Kommentare:

  1. Oh, eine echt super Rezension und so Ausführlich! :D Ich poste die gleich mal bei mir im Fb, weil ich den lesern gerne dieses Buch an's Herz legen möchte.

    Ich habe 2 Fehler gefunden "Makler Steven Stapleton" schreibst Du, aber er ist doch gar kein Makler, sondern lediglich ihr Nachbar, da ihr Cottage damals zum Familienbesitz der Stapletons gehörte.
    Und: Du hast ein Label falsch gesetzt. "4 von 5 Pandas". :p

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  2. Hallo liebe Julia,

    vielen, vielen Dank für diese unglaublich grandiose, positive Rezi! :-D
    Ich bin total happy, daß es Dir so gut gefallen hat und daß Du eine derart schöne, ausführliche Rezi dazu verfasst hast!

    Vielen lieben Dank!

    Liebe Grüße, Ivy

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