[Rezension] Debbie Viguié, Nancy Holder: Witch 01 - Hexenkuss

Informationen zum Buch:
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (29. November 2010)
Sprache: Deutsch
Preis: 14,99€ 

Informationen zur Reihe:
1.) Hexenkuss
2.) Hexentochter
3.) Hexenerbe
4.) Hexentraum
5.) Hexenblut




Kurzbeschreibung:
EINE JUNGE LIEBE – EIN URALTER FLUCH

Holly Cathers Eltern sterben bei einem schrecklichen Unfall, und ihr bleibt nichts anderes übrig, als zu ihrer Tante Marie-Claire nach Seattle zu ziehen. Bis dahin hat sich Holly immer für eine normale junge Frau gehalten. Doch hier erfährt sie die Wahrheit, vor der sie ihr Vater immer hatte behüten wollen: Holly entstammt einem uralten Hexengeschlecht – und ihre Familie befindet sich im Krieg mit den mächtigen Hexern des Deveraux-Clans! (Quelle: amazon.de)

Autorinnen:
Debbie Viguié liebt es ebenfalls, zu schreiben und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Nach ihrem Abschluss an der UC Davis - in Creative Writing - verfasst sie neben Gedichten vor allem Romane. Sie lebt mit ihrem Mann auf Hawaii.

Nancy Holder hat in den USA bereits über sechzig Bücher und weit mehr als zweihundert Kurzgeschichten veröffentlicht. Für ihre Romane wurde ihr viermal der Bram-Stoker-Award für den besten Mystery-Roman des Jahres verliehen, und sie wurden bereits in über zwanzig Sprachen übersetzt. Außerdem hat sie an den Drehbüchern für mehr als zwanzig Buffy- und Angel-Episoden mitgewirkt. Sie lebt gemeinsam mit ihrer Tochter in San Diego, wo sie an der Universität unterrichtet.  (Quelle: amazon.de)

Meinung:
Das Buch 'Hexenkuss' ist der Auftakt von der magischen Hexenreihe 'Witch' von dem Autorinnenduo Debbie Viguié und Nancy Holder.
Bei diesem Roman fällt es mir unglaublich schwer eine Rezension zu verfassen, denn ich fühle mich hin und her gerissen, ob ich diesen grottenschlecht finde oder doch irgendwie gut.
Ich versuche nun meine Gedanken in Worte zu fassen.

Holly Cathers wird schlagartig aus ihrem gewohnten Leben gerissen, als bei einem Familienurlaub ihre Eltern und ihre allerbeste Freundin Tina bei einer Raftingtour ertrinken und sie die einzige Überlebende ist. Die Mutter ihrer besten Freundin möchte Holly bei sich aufnehmen, weil sie aufgrund ihres Alter nicht alleine leben darf. Doch auch Tinas Mutter bekommt einen schweren Gesundheitsschock aufgrunddessen sie nur noch im Krankenhaus verweilen kann. Es grenzt schon fast an Hexerei, dass Holly alle wichtigen Menschen verliert und letzendlich nach Seattle zu ihrer ihr bislang unbekannten Tante, ihrer einzigen noch lebenden Verwandte, ihrem Mann und deren Zwillingen ziehen muss.
Aber diese schrecklichen Geschehnisse sollen noch nicht ausreichen, denn der sowieso schon überforderte Teenager erfährt, dass sie und ihre Familie einem uralten Hexengeschlecht entstammt: den Cahors. Holly erfährt außerdem, dass Michael Deveraux nach ihrem Leben trachtet, da seine Familie und die Cahors seit einer Ewigkeit einen magischen, machtvollen Krieg um das ''schwarze Feuer'', also mehr Macht, führen. Und dann gibt es da auch noch Jeraud, Michaels Sohn, der im Gegensatz zu seinem Vater gar nicht bösartig wirkt ...

Das Autorinnenduo Viguié-Holder kann mich persönlich nicht wirklich überzeugen. Diese Tatsache enttäuscht mich noch  mehr, denn ich bin ein großer Fan und Beführwortet von Fantasygeschichten über Hexen oder besser gesagt Protagonistenhexen. Meine Zwiespältigkeit erkläre ich damit, dass die Harmonie zwischen den Autorinnen fehlt und sie mich aufgrunddessen nicht voll und ganz von ihrer Geschichte überzeugen können, denn der Leser spürt solche Unstimmigkeiten schnell. Aufgrund der fehlenden Harmonie ist der Schreibstil natürlich enttäuschend. Viele Sätze und Abschnitte sind sehr verwirrend geschrieben. Vorallem die Gedichte, die zu Beginn jedes Kapitels stehen, verstehe ich absolut nicht, sodass ich sie erst gar nicht mehr gelesen habe.  Denn bei diesen hatte ich das Gefühl eine Zeile zum 10.Mal gelesen zu haben und einfach nicht vorwärts zu kommen. 
Obwohl ich ein sehr romantischer Leser bin, frei nach dem Motto, je mehr Liebe desto besser, war mir die Kitschigkeit in diesem Roman eindeutig zu viel. Beispiel: 
'' Er streckte instinktiv die Hände aus, und in de Augenblick, als seine Haut die ihre berührte, waren sie verloren. Jers Hände strichen an ihren Armen hinab, und ihre Finger verschlangen sich wie von selbst. Hitze stieg Holly ins Gesicht, ihre Arme und Hände brannten, und ein unerwartetes Begehren schnürte ihr die Brust ein, so dass sie kaum noch atmen konnte." (Zitat, S. 211)

Ich habe diesem Buch einige Albträume zu verdanken, da ich meist abends lese und die Geschehnisse scheinbar weiter verarbeitet habe. Mir ist die Handlung teilweise viel zu brutal, mit vielen Monstern, Blut und Tod und alleine die Gedankengänge von Michael Deveraux lassen mich erzittern. Außerdem kann ich nicht verstehen, wieso ein Buch, dass relativ viel Brutalität beinhaltet, sich Jugendbuch nennen darf.

Keiner der Charaktere kann mich für sich einnehmen. Auch mit der Protagonistin Holly Cathers kann ich mich nicht identifizieren. Dabei ist Holly noch die einzige Charakter der mich überzeugen jönnte, denn zu den anderen fehlt einfach jegliche Sympathie. Das beste Beispiel ist immer noch die zickigfe, aufmüpfige, arrogante Nicole, Hollys Cousine, die letzendlich eine totale Charakteränderung hinlegt und vollkommen lieb und hilfsbereit wird. Diese extreme Kertwende nehme ich ihr nicht ab, vorallem nicht nach so kurzer Zeit. Deprimierend ist, dass sobald man sich an gewisse Nebencharaktere gewöhnt hat, sterben sie und werden durch neue ersetzt.

Für mich schaffen es die Autorinnen leider nicht Spannung aufzubauen. Der Roman ist eindeutig an zu vielen Stellen verwirrend geschrieben, so dass ich Sätze oft mehrmals lesen musste, umd den Sinn zu verstehen, was nicht sonderlich spannungsfördernd ist. Da die Geschichte mehrmals in die Vergangenheit abschweift, um die Vorgeschichte der beiden Hexenfamilien zu erleutern, wird der Leser immer wieder aus der Haupthandlung katapultiert. Dies hat mir den Lesespaß endgültig genommen.

Positiv finde ich die vielen verschiedenen Hexenmomente, wo Holly und ihre Freunde einfach nur Magie ausüben. Diese machen mir besonders viel Spaß.
Ein weiterer Pluspunkt bekommt das wunderschöne Cover. Dies ist mit Blumen bestückt, die den Namen der Reihe und des Buches verzieren. Es ist mir direkt ins Ausge gesprungen und hat mich erst auf diese Reihe aufmerksam gemacht. 
Der Klappentext ist ebenfalls sehr überzeugend und erinnert an die romantische Beziehung zwischen Shakespeares Romeo und Julia. Aber leider hält das Buch absolut nicht was es verspricht, denn Jer und Holly treffen insgesamt wahnsinnige dreimal kurz aufeinander.

Lieblingszitat:
Seine Klamotten waren teuer. Solche Slipper hatte ihr Vater sich gegönnt, als sie ihren letzten gemeinsamen Einkaufsbummel in der Stadt gemacht hatten - über fünfhundert Dollar das Paar.
Wie kann ich so etwas auch nur bemerken, während ich meine Eltern beerdige? (Zitat, S.87)

Fazit:
Mit dem Jugendroman "Hexenkuss" hat das Autorinnenduo Viguié-Holder einen eher enttäuschenden, mittelmäßigen Auftakt der Reihe "Witch" geliefert.
Ich bin gespannt, ob mich Band 2 der Reihe mehr überzeugen kann.

Bewertung:
Covergestaltung: 5/5 Punkten
Story: 2/5 Punkten  
Schreibstil: 1/5 Punkten
Emotionen: 1/5 Punkten

Gesamtbewertung:
 
 
 
 
 

Kommentare:

  1. Deine Rezension ist sehr schön geworden. Es ist auch echt alles drin was Du mir so gefühlte 100 Mal schon erzählt hast und immer meintest Du wüsstest nicht wie Du die Rezi schreiben sollst. :P ♥
    Ist richtig gut geworden. Ich musste eben sogar lachen als ich den einen Teil da las:

    "... denn Jer und Holly treffen insgesamt wahnsinnige dreimal kurz aufeinander."

    xD

    <3

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  2. Vielen Dank für die Rezension.
    Herzliche Grüße vom Blanvalet Team

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